Sex und Prostitution in Solingen – ein Rückblick

Wenn die Öffentlichkeit an Prostitution, Bordelle, Rotlichtbezirke und Stripbars denkt, dann wird dies immer gleichgesetzt mit Kriminalität, Bandenkriege, Menschenhandel und Zwangsprostitution. Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit, dass sich dies in dem Rotlichtmilieu zuträgt, ist eindeutig höher als beispielsweise im Bereich des Glücksspiels oder der Clubszene. Deshalb sollte man aber die Sexarbeit nicht vorverurteilen und alle über einen Kamm scheren. Das älteste Gewerbe der Welt ist nicht umsonst das älteste Gewerbe der Welt und hat auch nach wie vor seine Daseinsberechtigung. Wie und welchem Maße, das gilt es als Gesellschaft zu definieren.

Und von Sex kann ja wohl kaum einer von uns genug bekommen, oder? Unabhängig davon, ob dafür bezahlt wird oder nicht. Hier sind sich viele einig, dass es sich um die schönste Nebensache der Welt handelt. Wir haben also bereits zwei Superlative gefunden.

Wie jede andere Stadt auch, hat natürlich auch Solingen seine ganz eigene Geschichte, was Sex und Prostitution angeht. Die Medien stürzen sich dabei immer wieder vor allem auf die negativen Fälle, die schönen Momente behält man ja auch eher für sich. Wir haben einmal recherchiert und euch spannende Storys aus Solingen zusammengestellt.

Verführung mit fraglichen Intentionen

Eine ganz aktuelle Geschichte ist die der drei Loverboys, die sich um März 2021 zugetragen hat. Loverboys, das nur kurz zur Erklärung, sind per Definition junge Männer meist im Alter von 18 bis 30, die junge Frauen mit Hilfe von Drogen und sozialer Isolation von sich abhängig machen. Sie tragen die Frauen erst auf Händen und bauen so schnell Vertrauen auf. Sehr schnell werden die meist noch minderjährigen Mädchen in die Prostitution gezwungen. Loverboys bauen sich so ihre eigene Gruppe von Sexarbeiterinnen auf. Die Loverboys selbst arbeiten aber oft selbst für Gangs oder Einzelpersonen in der Szene.

Auch aus Solingen stammt ein solcher Mann, der eine 17-jährige zur Prostitution gezwungen haben soll. Zusammen mit zwei weiteren Männern aus Wuppertal haben sie die junge Frau für sich in Köln und Düsseldorf anschaffen lassen. Alle drei müssen sich nun vor Gericht verantworten.

Club findet jähes Ende

Zu einer traurigen Berühmtheit hat es auch das Beverly in Unterburg geschafft. Der Club, in dem es viele Jahre heiß her ging und sich regelmäßig die Swingerszene getroffen hat, wurde im Jahr 2014 vorsätzlich angezündet und brannte daraufhin bis auf die Grundmauern nieder. Vorausgegangen war ein Streit zwischen den Betreibern des Beverly und einem Veranstalter für Erotikpartys. Dieser wurde angeblich schlecht oder gar nicht bezahlt und aus Rache hat er den Club dann in den Morgenstunden eines Novembertages angezündet.

Seitdem ist auf dem Grundstück nicht viel passiert. Die Ruine kam Ende 2020 unter den Hammer. Konkrete Pläne gibt es aber noch nicht, was mit dem Gelände bzw. der Ruine passieren soll.

Von Engeln und Hügeln

Solingen ist nicht bekannt als gutes Pflaster für die käufliche Liebe. Im Gegenteil: die Stadt tut auch einiges dafür, dass dies so bleibt. Laut aktuellen Zahlen sind in Solingen gerade einmal etwas mehr als 33 Frauen als gewerbliche Prostituierte angemeldet. Dabei gibt es in der Stadt nur noch ein Bordell. Der Swingerclub Beverly Hills ist im Jahr 2014 nach einem Brand völlig zerstört und auch nicht wieder aufgebaut worden. 2017 waren es ja immerhin noch fünf Betriebe in der Klingenstadt, aber jetzt konzentriert sich alles auf ein einziges Etablissement, das Team Engel. Dass sich die Damen alle dort aufhalten, ist nicht nur unwahrscheinlich, sondern schlicht nicht möglich wegen der Größe der Einrichtung. Viele bieten ihre Dienste entweder in Privatwohnungen und Stundenhotels an, oder sind nur noch in Solingen angemeldet, aber in anderen Städten wie Düsseldorf, Wuppertal oder Köln aktiv. Denn Stundenhotels gibt es in Solingen mehrere.

Ein anderes Beispiel für die Skepsis der Behörden gegenüber dem horizontalen Gewerbe ließ sich auch 2014 erkennen, als ein Antrag auf die Eröffnung eines Bordells am Richterweg abgelehnt wurde. Zur Begründung hieß es, dass sich die Stadt mehr auf Betriebe des Handwerks und der Produktion konzentrieren wolle. Außerdem befürchteten die Stadtplaner, dass sich Anwohner und Passanten durch ein Bordell gestört fühlen könnten.

Fazit

Die Situation in Solingen rund um die käufliche Liebe ist also nicht allzu rosig. Wenn du jetzt aber Lust bekommen hast und du Spaß mit der einen oder anderen Dame haben möchtest, dann schau dir unbedingt unseren Erotikguide zu Solingen an. In diesem haben wir für dich zusammengefasst, wo du deiner Lust unbeschwert nachgehen kannst.