Tausende wollen zur WM reisen – die US-Grenze könnte viele abweisen.
10th Juni, 2026
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Wir haben Hunderte Sexarbeitende befragt, die im Vereinigten Königreich und in Deutschland auf Erobella inserieren, ob sie zur Fußball-WM nach Nordamerika reisen. 2 % sagten, sie fahren hin. Weitere 5 % erwägen es. Für viele ist die schwierigere Frage aber nicht, ob sie wollen — sondern ob man sie über die US-Grenze lässt. In Deutschland ist Sexarbeit legal und reguliert; an der US-Grenze gilt das wenig.
Was die Umfrage in Zahlen bedeutet
Auf die Inserierenden-Basis von Erobella im jeweiligen Markt übertragen, deuten die Umfragewerte auf große Zahlen hin, die ihre Reise planen — oder darüber nachdenken.
Sexarbeitende mit Anzeige auf Erobella
Wie viele reisen zur Fußball-WM 2026?
Land
Reist an
Erwägt es
Vereinigtes KönigreichErobella-Inserierende
634
1.585
DeutschlandErobella-Inserierende
515
1.289
Und über die Branche insgesamt
Wendet man dieselben 2 % und 5 % auf die geschätzte Gesamtzahl der Sexarbeitenden im jeweiligen Land an, reicht das Bild weit über Erobella hinaus.
Alle Sexarbeitenden
Wie viele reisen zur Fußball-WM 2026?
Land
Reist an
Erwägt es
Vereinigtes KönigreichGeschätzte Gesamtzahl der Sexarbeitenden
2.040
5.100
DeutschlandGeschätzte Gesamtzahl der Sexarbeitenden
1.834
4.585
Schätzung. Wendet die Umfragewerte auf geschätzte Gesamtzahlen der Sexarbeitenden an, nicht auf die verifizierte Nutzerbasis von Erobella.
Hochgerechnet auf Europa
Die Umfrage erfasste nur das Vereinigte Königreich und Deutschland — beides einkommensstarke Länder, deren Sexarbeitende sich eine transatlantische Reise am ehesten leisten können. Ausgehend von einer konservativen Basis von rund 1 Mio. Sexarbeitenden in Europa und mit einem Reise-Leistbarkeitskoeffizienten von 0,45 — niedriger als das reine Einkommensgefälle, da interkontinentale Reisen mit steigendem Einkommen stark zunehmen und ein Großteil der Branche in einkommensschwächeren Ländern liegt — ergeben sich folgende Werte:
Modellschätzung. Basis: rund 1 Mio. Sexarbeitende in Europa (auf Basis von TAMPEP), skaliert mit einem Reise-Leistbarkeitskoeffizienten von 0,45 — da interkontinentale Reisen mit steigendem Einkommen stark zunehmen und ein Großteil der Sexarbeitenden in Europa in einkommensschwächeren Ländern lebt, überzeichnen die Werte aus einkommensstarken Ländern (UK/Deutschland) das gesamteuropäische Bild. Hochgerechnet aus einer nur in UK und Deutschland durchgeführten Umfrage; nur als Richtwert zu verstehen.
Hinwollen ist das eine. Hineinkommen das andere.
Nach US-Einwanderungsrecht kann jeder Person die Einreise verweigert werden, die in den vergangenen zehn Jahren der Prostitution nachgegangen ist — selbst wenn diese Tätigkeit dort, wo sie ausgeübt wurde, völlig legal war, und selbst ohne Absicht, im Land zu arbeiten. Die Regelung steht in Section 1182(a)(2)(D); Betroffenen zufolge kann schon der Verdacht eines Grenzbeamten genügen.
In einem Interview mit Erobella schilderte die kanadische Escort Lucy Huxley, wie sie in die zweite Kontrolle gezogen, stundenlang befragt und ihr Handy sowie ihr Gepäck durchsucht wurden, bevor man sie abschob und mit einer Einreisesperre belegte. Ihr späteres Eingeständnis, gearbeitet zu haben, habe aus einer fünfjährigen Sperre etwas gemacht, das sie heute für dauerhaft hält.
Sie ist kein Einzelfall. Auch andere aus der Erwachsenenbranche berichten von ähnlichen Erfahrungen, darunter der kanadische Performer Milo Miles, der nach eigener Aussage über acht Stunden festgehalten wurde, bevor man ihn mit einer zehnjährigen Sperre belegte. Huxley zufolge stützen sich die Behörden auf Mittel wie Escort-Verzeichnisse, geteilte Haftdaten und Gesichtserkennung, um mutmaßliche Sexarbeitende zu markieren — und ein Nachweis sei nicht nötig, nur ein Verdacht.