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Klimawandel

Wie verändern Klimawandel und ökologische Krise die Art wie wir lieben?

Was den Menschen an sich ausmacht, das ist Gegenstand vieler philosophischer Überlegungen. Manche würden da sagen, es ist die Fähigkeit zum komplexen Denken, wofür unser einzigartig komplexes Gehirn die physische Grundlage bildet. Andere wiederum würden vielleicht eher mit dem Herz im übertragenen Sinne argumentieren und darauf pochen, dass es die romantische Liebe ist, die uns zu dem macht, was wir sind. Das heißt, wir wären vor allem hochemotionale Geschöpfe und Emotionen, die oft unter dem Einfluss von äußeren Umständen stehen. Wenn es dann zu Krisen kommt, die an uns heranreichen, hat dies auch Auswirkungen darauf, wie wir lieben und geliebt werden. Wie verhält es sich also mit der Liebe in in Zeiten von Klimawandel und ökologischer Krise? Dem gehen wir in diesem Artikel auf den Grund.

Auswirkungen des Klimawandels auf Beziehungen

Die ökologische Krise führt zu einer Situation von erhöhter Unsicherheit. Die damit einhergehende Ungewissheit über die Zukunftsaussichten kann vermehrt zu sinkender Planungssicherheit und damit verbunden zu Stress und sogar Angst führen. Wie soll ein Paar Investitionen planen und langfristige Vorhaben anstoßen, wenn völlig unbekannt ist wie sehr sich die Welt bereits in wenigen Jahren verändert haben kann? Um es mal ganz deutlich und extrem zu benennen, können etwa Wohnlagen, die heute sehr attraktiv sind, schon morgen in Überschwemmungsgebieten sein oder anderen klimatischen Herausforderungen gegenüberstehen. Diese Unsicherheit kann negative Gefühle in unsere Beziehungen bringen, einschließlich der Furcht um die bereits existierenden oder noch geplanten Kinder. Viele ExpertInnen sind sich dabei einig, dass durch den Klimawandel große Veränderungen auf uns alle zukommen werden.

Klimawandel
Klimawandel beeinflusst auch, wie wir lieben – Bild: © Erobella

Agilität und Resilienz als logische Lösung

Wie können wir diesen Erwartungen konstruktiv gegenübertreten? Es wird wohl kaum etwas daran vorbeiführen, dass wir sowohl unsere Fähigkeit zu Anpassung, als auch unser Vermögen, schnell auf Veränderungen reagieren zu können, aktiv ausbauen. Kurz gesagt: wir müssen agil und resilient sein. Es geht erstens darum, sich in eine Position zu bringen, indem wir uns ein gutes Fundament schaffen, mental wie ökonomisch, das uns nicht so leicht aus der Ruhe bringt. Zweitens müssen wir uns eine Offenheit bewahren, die uns erlaubt, schnell und angemessen auf sich zeigende Veränderungen zu reagieren. Dies gilt auch für unsere Partnerschaften. Wir sollten unsere Gedanken und Überlegungen zur Zukunft und zu möglichen kommenden Herausforderungen klar mit unseren Geliebten kommunizieren und und gemeinsam gestärkt auf die weitere Lebensreise machen. Wenn ein gewisses Grundvertrauen und eine gesunde Aufmerksamkeit bezüglich der aufkommenden ökologischen Krise da ist, dann müssen Zukunftsängste weit weniger groß sein, als sie es vielleicht zur Zeit sind. 

Ausweitung des Konzepts Liebe

Bisher wurde in diesem Artikel “Liebe” als das Konzepts zwischen zwei Menschen behandelt, also das, was man gemeinhin die romantische Liebe nennt. Wenn es aber um den Klimawandel und seine Auswirkungen auf unser Dasein geht, da kann Liebe durchaus auch in einem viel weiteren Sinne gefasst werden. Denn im Endeffekt wird es nicht schaden, wenn wir unseren Planeten an sich in Zukunft mehr lieben werden und damit all die Pflanzen, die Tiere, die natürlichen Ressourcen und all die wunderbaren, zahlreichen und komplexen Ökosysteme, die uns umgeben und unser Leben erst ermöglichen. Wenn wir unsere Liebe darauf ausweiten und achtsam mit der Kugel auf der wir leben umgehen, dann sind wir quasi durch ein mehr an Liebe in uns und für unser Umfeld, auch besser aufgestellt für den Umgang mit drohenden ökologischen Krisen. Manche Menschen sehen in diesem Kontext eine Lösung in vermehrtem Aktivismus und Engagement, andere fokussieren sich lieber auf eine nachhaltige Lebensweise. 

Technologien nutzen, stärker lieben

Das Schöne an unseren aktuellen Zeiten sind auch die zahlreichen Technologien, die uns ganz neue Möglichkeiten zu leben geben. So können wir den Kontakt zu unseren Liebsten auch über größere Distanzen aufrecht erhalten, was dabei hilft, unsere Beziehungen zu vertiefen und sie auch über Kontinente hinweg zu pflegen. Gleichzeitig können wir weltweit unser Engagement für eine bessere und nachhaltigere Zukunft vorantreiben und selbst Menschen am anderen Ende der Welt mit unseren Ideen inspirieren. Denn der Klimawandel macht klar: Wir sollten uns vermehrt für die Menschen einsetzen, die wir lieben, auch wenn es Menschen sind, die wir noch gar nicht kennen. In Zeiten von Krise und Unbeständigkeit ist es ganz besonders wichtig zusammenzustehen und unseren Liebsten zeigen, dass wir da sind. So gestalten wir unsere Zukunft positiv und können uns jederzeit darauf freuen. 

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