{"id":3180,"date":"2022-06-16T09:34:00","date_gmt":"2022-06-16T09:34:00","guid":{"rendered":"https:\/\/erobella.com\/lust\/?p=3180"},"modified":"2024-08-28T15:09:57","modified_gmt":"2024-08-28T15:09:57","slug":"wie-denkt-deutschland-ueber-sexuelle-vielfalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/erobella.com\/lust\/wie-denkt-deutschland-ueber-sexuelle-vielfalt\/","title":{"rendered":"Wie denkt Deutschland \u00fcber sexuelle Vielfalt?"},"content":{"rendered":"<p>Wie queer-freundlich ist Deutschland? Wie denkt die Bev\u00f6lkerung \u00fcber LGBTIQ+? Anl\u00e4sslich des Pride Month haben wir 1.000 Menschen repr\u00e4sentativ befragt. Die Ergebnisse lassen R\u00fcckschl\u00fcsse \u00fcber die gesellschaftliche Akzeptanz queerer Lebensweisen zu.<\/p>\n<ul>\n<li><em>81% der Deutschen bef\u00fcrworten die \u201cEhe f\u00fcr Alle\u201d<\/em><\/li>\n<li><em>Knappe Mehrheit stimmt f\u00fcr ein Blutspendeverbot f\u00fcr M\u00e4nner, die Sex mit M\u00e4nnern haben<\/em><\/li>\n<li><em>Pride Month: 59% w\u00fcrden Queer-Events besuchen<\/em><\/li>\n<li><em>West- und Ostdeutschland mit nur kleinen Unterschieden<\/em><\/li>\n<li><em>Auch Mehrheit der AfD-Anh\u00e4nger:innen f\u00fcr LGBTIQ+ Rechte<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hintergrund \u261d\ufe0f<\/h2>\n<p>Der Monat Juni ist bekannt als Pride Month. Ein Monat, welcher der LGBTIQ+ Community gewidmet ist, um gemeinsam f\u00fcr gleiche Rechte, Toleranz und \u00f6ffentliche Sichtbarkeit einzutreten. Der Monat wurde von Organisator:innen bewusst ausgew\u00e4hlt, um an die Stonewall-Aufst\u00e4nde aus dem Jahr 1969 in New York City zu erinnern. Sie gelten f\u00fcr viele als Geburtsstunde der modernen Gay Rights Bewegung.<\/p>\n<p>Hintergrund der Aufst\u00e4nde in der New Yorker Christopher Street war eine gewaltsame Polizeirazzia in der Schwulenbar \u201cStonewall Inn\u201d. Nachdem New Yorks queere Szene in den 1960ern regelm\u00e4\u00dfig von der \u00f6rtlichen Polizei schikaniert worden war, widersetzen sich in der Nacht vom 28. Juni 1969 die G\u00e4ste des \u201cStonewall Inn\u201d der Polizei. In der Nachbarschaft entbrannten Aufst\u00e4nde, die drei Tage lang anhielten und aus denen in der Folgezeit die ersten schwullesbischen B\u00fcrgerrechtsbewegungen entstanden. Sie sollten die rechtliche und gesellschaftliche Wahrnehmung der internationalen LGBTIQ+ Community nachhaltig ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Heute, rund 50 Jahre sp\u00e4ter, sind die <a href=\"https:\/\/erobella.com\/mission-statement\/\">Grundrechte von sexuellen Minderheiten<\/a> in vielen westlichen L\u00e4ndern fest etabliert und von der Verfassung gesch\u00fctzt. Doch zur Wahrheit geh\u00f6rt leider auch: In vielen gesellschaftlichen Teilbereichen sind schwule, lesbische, transsexuelle und queere Menschen immer noch von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen. So auch in Deutschland. Die \u201cEhe f\u00fcr Alle\u201d ist hierzulande beispielsweise erst seit 2017 legal. Und auch im Jahr 2022 gibt es noch immer ein stigmatisierendes Blutspendeverbot f\u00fcr M\u00e4nner, die <a href=\"https:\/\/erobella.com\/maennlich\/\">Sex mit anderen M\u00e4nnern haben<\/a>.<\/p>\n<p>Was denken die Deutschen dar\u00fcber? Wie tolerant ist unsere Gesellschaft mittlerweile gegen\u00fcber LGBTIQ+? Wir haben uns anl\u00e4sslich des Pride Monats genau diesen Fragen gestellt und 1.000 Menschen in einer repr\u00e4sentativen Umfrage zu queeren Themen befragt. Die Ergebnisse zeigen: Auch wenn die Zustimmung in vielen Bereichen gewachsen sein mag, Toleranz und Akzeptanz von sexuellen Minderheiten sind (leider) immer noch nicht uneingeschr\u00e4nkt selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p><em>Die Ergebnisse<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#1\">81% finden \u201cEhe f\u00fcr Alle\u201d richtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#2\">Knappe Mehrheit ist f\u00fcr ein Blutspendeverbot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#3\">Homo- und Bisexualit\u00e4t in der eigenen Familie akzeptiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#4\">Gay Pride Events sind wichtig, aber\u2026<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#5\">Akzeptanz in West- und Ostdeutschland fast gleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#6\">Akzeptanz nach Wahlentscheidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#7\">Fazit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#8\">Zur Methode<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"1\" class=\"wp-block-heading\">81% finden \u201cEhe f\u00fcr Alle\u201d richtig \ud83d\udc6d\ud83d\udc6c<\/h2>\n<p><strong>&#8222;Ich finde es richtig, dass schwule und lesbische Paare heiraten d\u00fcrfen.\u201d<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stimme voll und ganz zu 41,7%<\/li>\n<li>Stimme zu 21,7%<\/li>\n<li>Stimme eher zu 17,6%<\/li>\n<li>Stimme eher nicht zu 7,9%<\/li>\n<li>Stimme nicht zu 3,8%<\/li>\n<li>Stimme \u00fcberhaupt nicht zu 7,3%<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die \u201cEhe f\u00fcr Alle\u201d erf\u00e4hrt in Deutschland f\u00fcnf Jahre nach ihrer Einf\u00fchrung im Jahr 2017 gro\u00dfe gesellschaftliche R\u00fcckendeckung. Dem Satz \u201cIch finde es richtig, dass schwule und lesbische Paare heiraten d\u00fcrfen\u201d stimmen insgesamt rund 81% der Befragten zu. Nur bei den Anh\u00e4nger:innen der AfD gibt es gr\u00f6\u00dfere Bedenken. Von ihnen stimmen aber ebenfalls rund 64% f\u00fcr die \u201cEhe f\u00fcr Alle\u201d. 36% lehnen sie ab.<\/p>\n<p>Ebenso verh\u00e4lt es sich bei den Statements \u201cIch habe kein Problem damit, wenn schwule oder lesbische Paare in der \u00d6ffentlichkeit H\u00e4ndchen halten \/ sich k\u00fcssen\u201d. W\u00e4hrend eine gro\u00dfe Mehrheit \u2013 mehr als 85% aller Befragten \u2013 diese Einstellung teilt, \u00e4u\u00dfern sich AfD\u2013Anh\u00e4ngerinnen hier erneut skeptischer: 28% \u00e4u\u00dfern eine ablehnende Einstellung was den \u00f6ffentlichen Austausch von gleichgeschlechtlichen Z\u00e4rtlichkeiten betrifft.<\/p>\n<p><strong>\u201cIch habe kein Problem damit, wenn schwule und lesbische Paare in der \u00d6ffentlichkeit H\u00e4ndchen halten.\u201d<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stimme voll und ganz zu 43,7%<\/li>\n<li>Stimme zu 25,2%<\/li>\n<li>Stimme eher zu 16,6%<\/li>\n<li>Stimme eher nicht zu 6,4%<\/li>\n<li>Stimme nicht zu 2,3%<\/li>\n<li>Stimme \u00fcberhaupt nicht zu 5,8%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u201cIch habe kein Problem damit, wenn sich schwule oder lesbische Paare in der \u00d6ffentlichkeit k\u00fcssen.\u201d<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stimme voll und ganz zu 36,6%<\/li>\n<li>Stimme zu 22,1%<\/li>\n<li>Stimme eher zu 17,3%<\/li>\n<li>Stimme eher nicht zu 11,2%<\/li>\n<li>Stimme nicht zu 5,2%<\/li>\n<li>Stimme \u00fcberhaupt nicht zu 7,6%<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"2\" class=\"wp-block-heading\">Knappe Mehrheit ist f\u00fcr ein Blutspendeverbot\u00a0\ud83e\ude78<\/h2>\n<p><strong>\u201cIch finde es richtig, dass sexuell aktive M\u00e4nner, die Sex mit anderen M\u00e4nnern haben, in Deutschland kein Blut spenden d\u00fcrfen.\u201d<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stimme voll und ganz zu 18,4%<\/li>\n<li>Stimme zu 16,2%<\/li>\n<li>Stimme eher zu 17,2%<\/li>\n<li>Stimme eher nicht zu 14,9%<\/li>\n<li>Stimme nicht zu 12,5%<\/li>\n<li>Stimme \u00fcberhaupt nicht zu 20,8%<\/li>\n<\/ul>\n<p>Deutlich differenzierter sieht die Einstellung der Deutschen aus, was ein Blutspendeverbot f\u00fcr M\u00e4nner betrifft, die Sex mit anderen M\u00e4nnern haben (MSM). Hier spricht sich gesellschafts\u00fcbergreifend eine knappe Mehrheit von 51,8% f\u00fcr ein solches Verbot aus.<\/p>\n<p>Auffallend: Besonders junge Menschen sind gegen ein Blutspendeverbot f\u00fcr MSM. In der Altersgruppe der 18-24 J\u00e4hrigen lehnen rund 60% ein Verbot ab.<\/p>\n<h2 id=\"3\" class=\"wp-block-heading\">Homo- und Bisexualit\u00e4t in der eigenen Familie akzeptiert \ud83d\udc96<\/h2>\n<p>In der eigenen Familie scheinen Homo- und Bisexualit\u00e4t kein Tabuthema mehr zu sein. 75% der Befragten geben diesbez\u00fcglich an, dass sie kein Problem damit h\u00e4tten, wenn sich ihr Kind als homo- oder bisexuell outen w\u00fcrde. Und f\u00fcr zwei Drittel w\u00e4re auch eine Transsexualit\u00e4t des eigenen Kindes nicht sonderlich problematisch.<\/p>\n<p><strong>\u201cWenn mein Kind homosexuell w\u00e4re, w\u00e4re das kein Problem f\u00fcr mich.\u201d<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stimme voll und ganz zu 38,8%<\/li>\n<li>Stimme zu 19,4%<\/li>\n<li>Stimme eher zu 15,9%<\/li>\n<li>Stimme eher nicht zu 12,9%<\/li>\n<li>Stimme nicht zu 6,3%<\/li>\n<li>Stimme \u00fcberhaupt nicht zu 7,2%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u201cWenn mein Kind bisexuell w\u00e4re, w\u00e4re das kein Problem f\u00fcr mich.\u201d<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stimme voll und ganz zu 37,4%<\/li>\n<li>Stimme zu 20,1%<\/li>\n<li>Stimme eher zu 18,0%<\/li>\n<li>Stimme eher nicht zu 10,9%<\/li>\n<li>Stimme nicht zu 6,0%<\/li>\n<li>Stimme \u00fcberhaupt nicht zu 7,6%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u201cWenn mein Kind transsexuell w\u00e4re, w\u00e4re das kein Problem f\u00fcr mich.\u201d<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stimme voll und ganz zu 29,8%<\/li>\n<li>Stimme zu 18,4%<\/li>\n<li>Stimme eher zu 18,5%<\/li>\n<li>Stimme eher nicht zu 13,7%<\/li>\n<li>Stimme nicht zu 8,1%<\/li>\n<li>Stimme \u00fcberhaupt nicht zu 11,5%<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"4\" class=\"wp-block-heading\">Gay Pride Events sind wichtig, aber\u2026 \ud83c\udff3\ufe0f\u200d\ud83c\udf08<\/h2>\n<p>Dem Satz \u201cdie Durchf\u00fchrung von Gay Pride Veranstaltungen ist wichtig und richtig, um f\u00fcr gesellschaftliche Akzeptanz der queeren Community zu sorgen\u201d, stimmen rund 72% der Befragten zu. Gleichzeitig geben 59% an, selbst ein queeres Event besuchen zu wollen. 41% lehnen einen Besuch stattdessen ab.<\/p>\n<p><strong>\u201cDie Durchf\u00fchrung von Gay Pride Veranstaltungen ist wichtig und richtig, um f\u00fcr gesellschaftliche Akzeptanz der queeren Community zu sorgen.\u201d<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stimme voll und ganz zu 22,7%<\/li>\n<li>Stimme zu 24,0%<\/li>\n<li>Stimme eher zu 24,7%<\/li>\n<li>Stimme eher nicht zu 14,3%<\/li>\n<li>Stimme nicht zu 5,7%<\/li>\n<li>Stimme \u00fcberhaupt nicht zu 8,6%<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u201cIch w\u00fcrde gerne auf soziale Events gehen, zu denen auch viele homo- oder bisexuelle Personen kommen.\u201d<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stimme voll und ganz zu 15,8%<\/li>\n<li>Stimme zu 19,9%<\/li>\n<li>Stimme eher zu 22,4%<\/li>\n<li>Stimme eher nicht zu 17,7%<\/li>\n<li>Stimme nicht zu 10,6%<\/li>\n<li>Stimme \u00fcberhaupt nicht zu 13,6%<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"5\" class=\"wp-block-heading\">Akzeptanz in West- und Ostdeutschland fast gleich \ud83d\udc4d<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend Deutschland grunds\u00e4tzlich als tolerant gegen\u00fcber queeren Lebensentw\u00fcrfen bezeichnet werden kann, lassen sich in einem direkten Vergleich der Bundesl\u00e4ndern nur wenige signifikante Unterschiede feststellen:<\/p>\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Statement<\/strong><\/td>\n<td><strong>BW<\/strong><\/td>\n<td><strong>BY<\/strong><\/td>\n<td><strong>BER<\/strong><\/td>\n<td><strong>BRA<\/strong><\/td>\n<td><strong>BRE<\/strong><\/td>\n<td><strong>HH<\/strong><\/td>\n<td><strong>HES<\/strong><\/td>\n<td><strong>MV<\/strong><\/td>\n<td><strong>NIE<\/strong><\/td>\n<td><strong>NRW<\/strong><\/td>\n<td><strong>RP<\/strong><\/td>\n<td><strong>SAA<\/strong><\/td>\n<td><strong>SAC<\/strong><\/td>\n<td><strong>SAH<\/strong><\/td>\n<td><strong>SH<\/strong><\/td>\n<td><strong>TH\u00dc<\/strong><\/td>\n<td><strong>Deutschland<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich finde es richtig, dass schwule und lesbische Paare heiraten d\u00fcrfen.<\/td>\n<td>4,88<\/td>\n<td>4,44<\/td>\n<td>5,11<\/td>\n<td>4,4<\/td>\n<td>4,83<\/td>\n<td>4,68<\/td>\n<td>4,34<\/td>\n<td>3,85<\/td>\n<td>4,73<\/td>\n<td>4,79<\/td>\n<td>4,98<\/td>\n<td>5,07<\/td>\n<td>4,57<\/td>\n<td>5,12<\/td>\n<td>4,57<\/td>\n<td>4,75<\/td>\n<td>4,68<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich habe kein Problem damit, wenn schwule und lesbische Paare in der \u00d6ffentlichkeit H\u00e4ndchen halten.<\/td>\n<td>5,06<\/td>\n<td>4,66<\/td>\n<td>5<\/td>\n<td>4,4<\/td>\n<td>4,78<\/td>\n<td>4,52<\/td>\n<td>4,84<\/td>\n<td>4,1<\/td>\n<td>4,92<\/td>\n<td>4,91<\/td>\n<td>5,04<\/td>\n<td>5,14<\/td>\n<td>4,51<\/td>\n<td>5,12<\/td>\n<td>4,92<\/td>\n<td>4,82<\/td>\n<td>4,84<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich habe kein Problem damit, wenn sich schwule oder lesbische Paare in der \u00d6ffentlichkeit k\u00fcssen.<\/td>\n<td>4,71<\/td>\n<td>4,29<\/td>\n<td>4,89<\/td>\n<td>3,8<\/td>\n<td>4,33<\/td>\n<td>4,26<\/td>\n<td>4,39<\/td>\n<td>3,7<\/td>\n<td>4,64<\/td>\n<td>4,6<\/td>\n<td>4,78<\/td>\n<td>4,64<\/td>\n<td>4,41<\/td>\n<td>4,92<\/td>\n<td>4,19<\/td>\n<td>4,68<\/td>\n<td>4,51<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wenn mein Kind homosexuell w\u00e4re, w\u00e4re das kein Problem f\u00fcr mich.<\/td>\n<td>4,67<\/td>\n<td>4,37<\/td>\n<td>4,84<\/td>\n<td>3,83<\/td>\n<td>4,5<\/td>\n<td>3,61<\/td>\n<td>4,11<\/td>\n<td>3,9<\/td>\n<td>4,64<\/td>\n<td>4,52<\/td>\n<td>4,92<\/td>\n<td>4,64<\/td>\n<td>4,49<\/td>\n<td>5,08<\/td>\n<td>4,27<\/td>\n<td>4,82<\/td>\n<td>4,49<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wenn mein Kind bisexuell w\u00e4re, w\u00e4re das kein Problem f\u00fcr mich.<\/td>\n<td>4,65<\/td>\n<td>4,3<\/td>\n<td>5,05<\/td>\n<td>3,9<\/td>\n<td>4,44<\/td>\n<td>3,7<\/td>\n<td>4,14<\/td>\n<td>4<\/td>\n<td>4,73<\/td>\n<td>4,52<\/td>\n<td>4,92<\/td>\n<td>4,36<\/td>\n<td>4,37<\/td>\n<td>5,08<\/td>\n<td>4,22<\/td>\n<td>4,86<\/td>\n<td>4,49<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wenn mein Kind transsexuell w\u00e4re, w\u00e4re das kein Problem f\u00fcr mich.<\/td>\n<td>4,24<\/td>\n<td>3,97<\/td>\n<td>4,64<\/td>\n<td>3,63<\/td>\n<td>4,33<\/td>\n<td>3,22<\/td>\n<td>3,55<\/td>\n<td>3,7<\/td>\n<td>4,41<\/td>\n<td>4,28<\/td>\n<td>4,41<\/td>\n<td>4,21<\/td>\n<td>3,92<\/td>\n<td>4,69<\/td>\n<td>3,92<\/td>\n<td>4,43<\/td>\n<td>4,14<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Die Durchf\u00fchrung von Gay Pride Veranstaltungen ist wichtig und richtig, um f\u00fcr gesellschaftliche Akzeptanz der queeren Community zu sorgen.<\/td>\n<td>4,23<\/td>\n<td>3,99<\/td>\n<td>4,27<\/td>\n<td>3,97<\/td>\n<td>4,22<\/td>\n<td>4<\/td>\n<td>3,86<\/td>\n<td>3,7<\/td>\n<td>4,55<\/td>\n<td>4,26<\/td>\n<td>4,51<\/td>\n<td>3,21<\/td>\n<td>3,98<\/td>\n<td>4,62<\/td>\n<td>4,22<\/td>\n<td>4,29<\/td>\n<td>4,18<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich w\u00fcrde gerne auf soziale Events gehen, zu denen auch viele homo- oder bisexuelle Personen kommen.<\/td>\n<td>3,87<\/td>\n<td>3,57<\/td>\n<td>3,93<\/td>\n<td>3,2<\/td>\n<td>3,78<\/td>\n<td>3,57<\/td>\n<td>3,39<\/td>\n<td>3,5<\/td>\n<td>3,92<\/td>\n<td>3,88<\/td>\n<td>3,82<\/td>\n<td>3,07<\/td>\n<td>3,75<\/td>\n<td>3,81<\/td>\n<td>3,51<\/td>\n<td>3,54<\/td>\n<td>3,72<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Schwule und Lesben sollen beim Adoptionsrecht nicht benachteiligt werden.<\/td>\n<td>4,7<\/td>\n<td>4,25<\/td>\n<td>4,61<\/td>\n<td>3,63<\/td>\n<td>4,5<\/td>\n<td>3,78<\/td>\n<td>4,12<\/td>\n<td>4<\/td>\n<td>4,58<\/td>\n<td>4,47<\/td>\n<td>4,78<\/td>\n<td>4,57<\/td>\n<td>4,41<\/td>\n<td>5<\/td>\n<td>4,14<\/td>\n<td>4,25<\/td>\n<td>4,42<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Die offizielle Anerkennung des dritten Geschlechts (divers) war richtig.<\/td>\n<td>3,87<\/td>\n<td>3,53<\/td>\n<td>3,89<\/td>\n<td>3,1<\/td>\n<td>4,17<\/td>\n<td>3,57<\/td>\n<td>3,34<\/td>\n<td>3,3<\/td>\n<td>3,94<\/td>\n<td>3,9<\/td>\n<td>4,14<\/td>\n<td>3,93<\/td>\n<td>3,45<\/td>\n<td>4<\/td>\n<td>3,68<\/td>\n<td>3,54<\/td>\n<td>3,74<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00dcber Themen der sexuellen Vielfalt sollten Kinder bereits im Grundschulalter aufgekl\u00e4rt werden.<\/td>\n<td>4,12<\/td>\n<td>3,96<\/td>\n<td>4,75<\/td>\n<td>4,33<\/td>\n<td>3,83<\/td>\n<td>3,96<\/td>\n<td>3,84<\/td>\n<td>3,55<\/td>\n<td>4,41<\/td>\n<td>4,11<\/td>\n<td>4,39<\/td>\n<td>3,79<\/td>\n<td>3,92<\/td>\n<td>4,31<\/td>\n<td>4,14<\/td>\n<td>3,82<\/td>\n<td>4,11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich w\u00fcrde mich wohl dabei f\u00fchlen, wenn ich w\u00fcsste, dass mein Arbeitskollege \/ meine Arbeitskollegin schwul \/ lesbisch w\u00e4re.<\/td>\n<td>4,7<\/td>\n<td>4,31<\/td>\n<td>4,43<\/td>\n<td>3,6<\/td>\n<td>4,67<\/td>\n<td>4,22<\/td>\n<td>4,14<\/td>\n<td>3,85<\/td>\n<td>4,65<\/td>\n<td>4,49<\/td>\n<td>4,41<\/td>\n<td>5,14<\/td>\n<td>4,27<\/td>\n<td>4,58<\/td>\n<td>4,35<\/td>\n<td>4,46<\/td>\n<td>4,42<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Durchschnitt<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,47<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,13<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,61<\/strong><\/td>\n<td><strong>3,81<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,36<\/strong><\/td>\n<td><strong>3,92<\/strong><\/td>\n<td><strong>4<\/strong><\/td>\n<td><strong>3,76<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,51<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,39<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,59<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,31<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,17<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,69<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,17<\/strong><\/td>\n<td><strong>4,35<\/strong><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n<div class=\"wp-block-group\">\n<div class=\"wp-block-columns\">\n<div class=\"wp-block-column\" style=\"flex-basis: 100%;\">\n<p>Erstaunlich ist jedoch die Tatsache, dass Sachsen-Anhalt (durchschnittlich 4,69 Punkte) im Ranking der 16 Bundesl\u00e4nder noch vor Berlin (4,61 Punkte) auf dem ersten Platz landet. Mit Th\u00fcringen (4,35 Punkte) landet zudem ein weiteres ostdeutsches Bundesland in der ersten Tabellenh\u00e4lfte. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern. Hier stimmen im Vergleich die wenigsten Menschen f\u00fcr LGBTIQ+ Rechte (3,76 Punkte).<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<h2 id=\"6\" class=\"wp-block-heading\">Akzeptanz nach Wahlentscheidung \ud83d\udccb\ud83d\udd8b<\/h2>\n<p>Dar\u00fcberhinaus ist die Zustimmung zu queeren Themen \u00fcber alle Parteigrenzen hinweg gro\u00df. Ein \u00dcberblick:<\/p>\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Statement \/ Zustimmung in %<\/strong><\/td>\n<td><strong>SPD<\/strong><\/td>\n<td><strong>CDU \/ CSU<\/strong><\/td>\n<td><strong>Gr\u00fcne<\/strong><\/td>\n<td><strong>FDP<\/strong><\/td>\n<td><strong>AfD<\/strong><\/td>\n<td><strong>LINKE<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich finde es richtig, dass schwule und lesbische Paare heiraten d\u00fcrfen.<\/td>\n<td>80<\/td>\n<td>81<\/td>\n<td>95<\/td>\n<td>90<\/td>\n<td>65<\/td>\n<td>93<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich habe kein Problem damit, wenn schwule und lesbische Paare in der \u00d6ffentlichkeit H\u00e4ndchen halten.<\/td>\n<td>86<\/td>\n<td>84<\/td>\n<td>97<\/td>\n<td>94<\/td>\n<td>73<\/td>\n<td>97<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich habe kein Problem damit, wenn sich schwule oder lesbische Paare in der \u00d6ffentlichkeit k\u00fcssen.<\/td>\n<td>76<\/td>\n<td>75<\/td>\n<td>87<\/td>\n<td>85<\/td>\n<td>61<\/td>\n<td>87<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wenn mein Kind homosexuell w\u00e4re, w\u00e4re das kein Problem f\u00fcr mich.<\/td>\n<td>74<\/td>\n<td>72<\/td>\n<td>84<\/td>\n<td>82<\/td>\n<td>65<\/td>\n<td>81<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wenn mein Kind bisexuell w\u00e4re, w\u00e4re das kein Problem f\u00fcr mich.<\/td>\n<td>75<\/td>\n<td>71<\/td>\n<td>86<\/td>\n<td>85<\/td>\n<td>68<\/td>\n<td>87<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wenn mein Kind transsexuell w\u00e4re, w\u00e4re das kein Problem f\u00fcr mich.<\/td>\n<td>72<\/td>\n<td>68<\/td>\n<td>75<\/td>\n<td>73<\/td>\n<td>53<\/td>\n<td>83<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Die Durchf\u00fchrung von Gay Pride Veranstaltungen ist wichtig und richtig, um f\u00fcr gesellschaftliche Akzeptanz der queeren Community zu sorgen.<\/td>\n<td>76<\/td>\n<td>74<\/td>\n<td>86<\/td>\n<td>78<\/td>\n<td>55<\/td>\n<td>78<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich w\u00fcrde gerne auf soziale Events gehen, zu denen auch viele homo- oder bisexuelle Personen kommen.<\/td>\n<td>59<\/td>\n<td>54<\/td>\n<td>71<\/td>\n<td>66<\/td>\n<td>48<\/td>\n<td>73<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Schwule und Lesben sollen beim Adoptionsrecht nicht benachteiligt werden.<\/td>\n<td>74<\/td>\n<td>74<\/td>\n<td>91<\/td>\n<td>84<\/td>\n<td>58<\/td>\n<td>81<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Die offizielle Anerkennung des dritten Geschlechts (divers) war richtig.<\/td>\n<td>64<\/td>\n<td>61<\/td>\n<td>79<\/td>\n<td>60<\/td>\n<td>34<\/td>\n<td>80<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\u00dcber Themen der sexuellen Vielfalt sollten Kinder bereits im Grundschulalter aufgekl\u00e4rt werden.<\/td>\n<td>77<\/td>\n<td>70<\/td>\n<td>81<\/td>\n<td>71<\/td>\n<td>50<\/td>\n<td>74<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ich w\u00fcrde mich wohl dabei f\u00fchlen, wenn ich w\u00fcsste, dass mein Arbeitskollege \/ meine Arbeitskollegin schwul \/ lesbisch w\u00e4re.<\/td>\n<td>82<\/td>\n<td>72<\/td>\n<td>88<\/td>\n<td>87<\/td>\n<td>59<\/td>\n<td>93<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Durchschnitt<\/strong><\/td>\n<td><strong>74<\/strong><\/td>\n<td><strong>71<\/strong><\/td>\n<td><strong>85<\/strong><\/td>\n<td><strong>79<\/strong><\/td>\n<td><strong>57<\/strong><\/td>\n<td><strong>84<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n<p>Ein Vergleich der Ergebnisse macht deutlich: Unter den Anh\u00e4nger:innen von Gr\u00fcnen (85%), Linken (84%) und FDP (79%) ist die Zustimmung f\u00fcr queere Lebensentw\u00fcrfe besonders gro\u00df. Die meiste Ablehnung gibt es hingegen in den Reihen der AfD-Anh\u00e4nger:innen. Doch auch wenn diese sich in der Regel kritischer zu LGBTIQ+ Fragen \u00e4u\u00dfern als die Anh\u00e4nger:innen der anderen Parteien, so sind sie nicht pauschal gegen LGBTIQ+ Rechte. In den meisten F\u00e4llen stimmen auch AfD-Anh\u00e4nger:innen mit knapper Mehrheit f\u00fcr LGBTIQ+ (durchschnittlich 57%).<\/p>\n<h2 id=\"7\" class=\"wp-block-heading\">Fazit: Deutschland ist queer-freundlich \u2013 mit wenigen Vorbehalten \ud83c\udf08<\/h2>\n<p>Wir k\u00f6nnen also festhalten: Die Zustimmung zu queeren Lebensentw\u00fcrfen ist landesweit und partei\u00fcbergreifend gro\u00df. Besonders die \u201cEhe f\u00fcr Alle\u201d erzielt f\u00fcnf Jahre nach ihrer Einf\u00fchrung sehr hohe Zustimmungswerte und scheint durch alle Gesellschaftsschichten hinweg akzeptiert zu sein. Weniger einheitlich ist die gesellschaftliche Haltung jedoch was ein Blutspendeverbot f\u00fcr schwule M\u00e4nner betrifft. Eine knappe Mehrheit von 51,8% stimmt diesem Verbot aktuell zu.<\/p>\n<p>Eine \u00fcberragende Mehrheit (72%) h\u00e4lt au\u00dferdem Gay Pride Veranstaltungen f\u00fcr wichtig und richtig \u2013 und mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung (59%) w\u00fcrde auch selbst gerne ein Queer-Event besuchen. Jedoch beweist die Zahl von 41%, die sich dagegen aussprechen auch, dass queeres Leben noch nicht zu 100% in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.<\/p>\n<p>Zwar werden queere Lebensentw\u00fcrfe mittlerweile gro\u00dffl\u00e4chig in Deutschland toleriert und akzeptiert; sie werden aber immer noch nicht \u00fcberall als wesentlicher Teil des gesamtgesellschaftlichen Lebens wahrgenommen. Daher ist es umso wichtiger, dass es Monate wie den Pride Month gibt, in welchem die Sichtbarkeit von lesbischen, schwulen und queeren Lebenswelten im \u00f6ffentlichen Raum erm\u00f6glicht und gest\u00e4rkt wird.<\/p>\n<h2 id=\"8\" class=\"wp-block-heading\">Zur Methode \u270d\ufe0f<\/h2>\n<p>Die Umfrage wurde mithilfe des Marktforschungstools Appinio durchgef\u00fchrt. Dazu wurden im Juni 2022 genau 1.000 Menschen in ganz Deutschland repr\u00e4sentativ befragt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben repr\u00e4sentativ 1000 Menschen in Deutschland zu ihrer Meinung \u00fcber LGBTIQ+ befragt. 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